Unsere Förderschwerpunkte

Hier finden Sie einen Überblick über die Förderschwerpunkte des Sozialwerks der Ackermann-Gemeinde und eine prozentuale Verteilung der Ausgaben auf die einzelnen Bereiche der Hilfen, die wir leisten. Eine Aktualisierung (mit 2020) folgt in Kürze.

Bildung

Die schulische und außerschulische Bildungsarbeit genießt unsere besondere Unterstützung. Dazu gehört die Förderung v.a. von Schulen und schulischen Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft sowie von Akademien und Bildungswerken mit ihren jeweiligen Bildungsmaßnahmen.

Begegnungen

Begegnungen von (Sudeten-)Deutschen, Tschechen und Slowaken, von Jugendlichen und Erwachsenen, bilden ein wichtiges Element in der Versöhnungs- und Verständigungsarbeit. Sie sind besonders förderungswürdig, denn sie stärken das Interesse und das Verständnis füreinander und tragen zu einem schneller zusammenwachsenden Europa bei.

Hier verweisen wir auf unseren 1999 gegründeten "Schwesterverband" in Tschechien, die Sdružení Ackermann-Gemeinde in Prag, und ihre Veranstaltungen und Begegnungen, deren Durchführung das Sozialwerk ebenfalls fördert.

Pastoral

Jahrzehnte lang war es in unseren östlichen Nachbarländern unmöglich, “Kirche zu leben”. Kirchliches Leben wurde während der kommunistischen Ära unterdrückt, ja rigoros verfolgt. Mit der Wende 1989 hat die Kirche ihre Freiheit erhalten. Jetzt gilt es, den Auf- und Ausbau notwendiger Strukturen und die Entwicklung zeitgerechter Konzepte zu unterstützen.

Literaturhilfen

Zweck der Literaturhilfen des Sozialwerks ist es vorrangig, die Herausgabe religiöser, theologischer und der Versöhnung von Deutschen und Tschechen dienender Publikationen zu fördern.

Soweit möglich und satzungskonform gibt das Sozialwerk Druckkostenzuschüsse, damit z.B. wichtige theologische Bücher in deutscher Sprache ins Tschechische übersetzt und in Tschechien herausgegeben werden können. Auch fördert das Sozialwerk Publikationen - häufig zweisprachig deutsch-tschechisch - zu religiösen oder historischen Themen, die für Tschechen und Deutsche gleichermaßen von Interesse sind.

 

Schulen, Kindergärten, schulische Einrichtungen

Ein besonderes Anliegen ist es dem Sozialwerk, Schulen, Kindergärten und schulische Einrichtungen vor allem in kirchlicher Trägerschaft zu fördern.

Schulen oder auch Kindergärten in kirchlicher Trägerschaft sind in den postkommunistischen Staaten wie der Tschechischen und der Slowakischen Republik wichtige Einrichtungen. Sie finden lebhaftes Interesse und genießen erfreuliche Akzeptanz in der Bevölkerung. Angesichts des Werteverfalls während der atheistischen Indoktrination der vergangenen Jahrzehnte verdienen sie jede nur mögliche Unterstützung.
Hier versuchen wir, finanzielle Lücken zu füllen.

Sprachkurse

Seit bald drei Jahrzehnten fördert das Sozialwerk zwei vierwöchige Deutsch-Intensivsprachkurse für Priester, Seminaristen und Ordensleute aus Tschechien und der Slowakei. Näheres finden Sie hier.

Die Teilnehmer wollen

  • in ihrer Heimat mit deutschen Besuchern, oft Heimatvertriebenen, kommunizieren können
  • deutschsprachige theologische Literatur lesen und auswerten können
  • die deutsche Minderheit in Tschechien in ihrer Muttersprache seelsorglich betreuen können
  • evtl. auch Urlaubsvertretungen in Deutschland übernehmen und vor allem
  • während des Kurses in Deutschland Land und Leute, Kirche und Gesellschaft kennenlernen.

Die Teilnehmer kehren mit wertvollen Erfahrungen in ihre Heimat zurück, pflegen die freundschaftlichen Kontakte, die sie knüpfen konnten, weiter und werden so zu Multiplikatoren einer guten deutsch-tschechisch-slowakischen Nachbarschaft.

Wiederbelebung zerstörter Kulturlandschaft

Die Wiederbelebung zerstörter Kulturlandschaft ist uns ein Anliegen. Nach der Vertreibung der deutschen Bevölkerung und der Etablierung des kommunistisch-atheistischen Regimes in der Tschechoslowakei waren vor allem Kirchen, Friedhöfe und kirchliche Einrichtungen dem Verfall preisgegeben. In besonderen Einzelfällen versuchen wir auch in diesem Bereich zu helfen. Vorrangig bietet das Sozialwerk für die Verwirklichung solcher Vorhaben - soweit sie der Satzung des Sozialwerks entsprechen - die Einrichtung eines Projektkontos für Spenden mit Zweckbindung an.

Die deutsche Minderheit in Tschechien

Die nach dem Zweiten Weltkrieg in der Tschechoslowakei verbliebenen Deutschen waren Jahrzehnte lang Benachteiligungen ausgesetzt und hatten unter Repressalien besonders zu leiden. Für sie waren Bildung und berufliche Qualifikation nur eingeschränkt möglich. Krieg, Zwangsarbeit, Unterdrückung und Diskriminierung während des kommunistischen Regimes gingen für sie nahtlos ineinander über.
Heute hat die deutsche Minderheit sogar eine eigene Zeitschrift, das "Landesecho". Doch die Vergangenheit wirkt bis in die Gegenwart fort. Die meisten der deutschen Senioren in Tschechien beziehen nur eine unterdurchschnittliche Rente. Das Sozialwerk hilft auch hier.

 

Infos zu Projektförderungen und Veranstaltungen

Zahlreiche Beispiele für Projektförderungen des Sozialwerks der Ackermann-Gemeinde in den vergangenen Jahren finden Sie hier.