Einige Projekte unserer aktuellen Arbeit:

 

Hier stellen wir Ihnen eine kleine Auswahl von Projekten vor, die das Sozialwerk der Ackermann-Gemeinde e.V. in jüngster Vergangenheit fördern konnte.

Auf welche Bereiche das Sozialwerk Schwerpunkte gesetzt hat, sehen Sie Opens external link in new windowhier.

 

Hilfen für die deutsche Minderheit in Tschechien

Brief einer dankbaren Empfängerin der 50-Euro-Hilfe

Seit Jahrzehnten unterstützt das Sozialwerk der Ackermann-Gemeinde die deutsche Minderheit in Tschechien, früher Tschechoslowakei, also diejenigen Deutschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg im Land verblieben sind. Während der kommunistischen Ära hatten sie viel zu ertragen, wurden unterdrückt, diskriminert, benachteiligt, durften oft nicht einmal die Schule besuchen oder nur einfache Berufe erlernen, weil ihnen das Studium verwehrt wurde. Diese Repressalien wirken bis heute fort. Die Renten dieser Jahrzehnte lang "verschwiegenen Minderheit" sind unterdurchschnittlich und erschweren nach einem Leben voller Benachteiligungen nun auch das Rentenalter.

Doch diese Minderheit war nie vergessen. Das Sozialwerk unterstützt Deutsche in unserem östlichen Nachbarland, heute Tschechien, mit den so genannten "50-Euro-Hilfen". Waren es früher etwa 2.000 Empfänger, so erhalten heute nur noch knapp 600 Personen diese Hilfe. Viele sind inzwischen verstorben. Wer die Hilfe erhält oder beantragt, muss vor 1948 geboren sein, also der "Erlebnisgeneration" angehören. Die jüngsten Empfänger sind somit bereits über 70 Jahre alt.

Jede der vom Sozialwerk betreuten Personen erhält einmal jährlich (bis zu einer bestimmten Rentenhöhe und gegen Vorlage des aktuellen Rentenbelegs) wenige Wochen vor Weihnachten einen Betrag von 50 EUR (per Sammelpostanweisung). Das Sozialwerk wickelt die Hilfen unter Mitarbeit der Sdružení Ackermann-Gemeinde Prag ab, die finanziellen Mittel stellt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat zur Verfügung. Wir danken der Bundesregierung im Namen der Empfänger für diese Unterstützung!

Die 50-Euro-Hilfen stellen für die deutsche Minderheit in Tschechien nicht nur eine zwar bescheidene, aber dennoch wertvolle finanzielle Hilfe dar, sondern eine bedeutende humanitäre Geste, ein Zeichen, dass sie nicht vergessen sind ... nicht von der Bundesregierung und nicht von ihren vertriebenen Landsleuten in Deutschland.

Grundschule Cesta in Pisek (Südböhmen) benötigt Unterstützung

Die Grundschule Cesta ist eine kirchliche Schule in Pisek (Südböhmen). Schulträger ist die Brüderkirche Elim, eine evangelische Gemeinde in Pisek. Die Schule begann im Jahr 2014 mit 26 Schülern. Heute werden hier schon 103 Kinder unterrichtet, darunter auch inkludierte. Die Schüler kommen sowohl aus religiösen, als auch aus atheistischen Familien. Geschätzt wird die geringe Klassenstärke, die 15 Schüler nicht überschreitet, wodurch ein intensiver Unterricht möglich wird. Viel Wert wird auf die Zusammenarbeit von Schülern, Lehrern und Eltern gelegt, ebenso auf Ethik und Religion, aber auch auf soziales Verhalten. Der Tag beginnt mit dem "Wort zum Tag" mit religiöser, ethischer und sozialer Thematik. Musische Kompetenz zu fördern ist ein weiterer Schwerpunkt an dieser Schule.

Die Schule wird immer beliebter. Nun werden die Räumlichkeiten zu eng und es fehlt an ausreichend Musikinstrumenten. Das Sozialwerk konnte für die Erweiterung der Räume und die Anschaffung von Instrumenten eine finanzielle Unterstützung zur Verfügung stellen.

Corona verhindert Konferenz der slowakischen Dominikanerinnen

Die Kongregation der Dominikanerinnen der seligen Imelda in Bratislava bzw. in der gesamten Slowakischen Republik widmet sich aktiv der Arbeit mit der Jugend. Ein besonderer Ort ihres täglichen Wirkens ist vor allem das Gymnasium des Hl. Thomas von Aquin mit angegliedertem Kindergarten in Košice/Kaschau, deren Auf- und Ausbau vom Sozialwerk in den 15 Jahren von 1997 bis 2012 besonders gefördert wurde. Außer der Arbeit in den Schulen widmen sich die Schwestern in Kooperation mit den slowakischen Dominikanerbrüdern regelmäßig auch außerschulischer Jugendpastoral.

Die für Juli 2020 geplante und vom Sozialwerk unterstützte Konferenz "Kommunikation des Glaubens" für Multiplikatoren in der Jugendpastoral musste leider auf das kommende Jahr verschoben werden. Der vom Sozialwerk bereitgestellte Förderbeitrag wird auf das nächste Jahr übertragen.

Bayerisches Gymnasium sammelt für tschechische Caritas

Wichtig: Ein sicherer Arbeitsplatz

Das Gymnasium der Benediktiner in Schäftlarn, südlich von München gelegen, wandte sich im Advent 2019 an das Sozialwerk. Mit 50 Prozent des Erlöses vom Adventbasar wollte das Gymnasium ein Projekt in Tschechien unterstützen. Das Sozialwerk schlug ein Projekt der Caritas im tschechischen Bistum Königgrätz/Hradec Králové vor: Eine Behinderteneinrichtung von "pro charitu" in Rothkosteletz/Červený Kostelec. Dabei handelt es sich um eine geschützte Werkstatt für gesundheitlich benachteiligte und behinderte Menschen, die zur Zeit 155 Mitarbeitern, die sonst keine Chance auf dem Arbeitsmarkt hätten, eine Lebensperspektive bietet. Zur Hauptaktivität der Werkstatt gehört die Produktion eines bekannten Kräuter-Sirups mit eigener Bio-Marke. Die Arbeit der Caritas wird in Tschechien hoch geschätzt. Durch sie bietet sich der Kirche die Möglichkeit, mit den Menschen in Kontakt zu kommen und zugleich ein christliches Zeugnis in der Welt zu geben.

Der Basar brachte einen erfreulichen Erlös, so dass das Gymnasium dem Sozialwerk den stolzen Betrag von 2.500 EUR übergeben konnte. Der Betrag wurde sofort an "pro charitu" weitergeleitet. Caritasdirektor Dr. Michal Krejčí dankte für die großzügige Spende, die für die Anschaffung unterschiedlichster Hilfsmittel genutzt wurde. Mit dem Betrag können auch Aktivitäten ausgeweitet werden, die in der dortigen Gesellschaft Brücken zwischen den Generationen bauen und die Inklusion von Behinderten fördern.

Pfarreikinderchor unterstützt

In Vodňany (Tschechien, Diözese České Budějovice/Budweis) arbeitet Pfr. Josef Prokeš engagiert am Auf- und Ausbau seiner Pfarrgemeinde "Maria Geburt". Es gelingt ihm, nicht nur zu Christen, sondern auch zu Nichtchristen Vertrauen aufzubauen und sie für das Gemeindeleben zu gewinnen. Seine Pfarrgemeinde wächst stetig. Vor allem junge Familien nehmen mehr und mehr Anteil am Pfarrleben.

Seit dem Herbst 2019 gibt es einen neu gegründeten Pfarreikinderchor unter der Leitung einer professionellen Musiklehrerin. Um in der großen Kirche auch ausreichend "Gehör zu finden", bat Pfr. Prokeš das Sozialwerk der Ackermann-Gemeinde um finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung einer geeigneten Beschallungsanlage. Sie kommt künftig bei den Gottesdiensten nicht nur den begeisterten Kindern, sondern der gesamten Gemeinde zugute.

Gerne übernahm das Sozialwerk die Hälfte der Anschaffungskosten.

Aufbruch mit Sr. Restituta - Kirchenneubau in Brünn/Brno-Lesná

Der Kirchenneubau ist ein ganz besonderer Blickfang.

In Brünn ist eine neue Kirche entstanden.

Was soll mit Kirchengebäuden geschehen, die nicht mehr gebraucht werden? Diese Frage wird angesichts sinkender Gottesdienstbesucherzahlen und der Zusammenlegung von Pfarreien in unserem Land rege diskutiert.

Ganz anders im Stadtteil Brünn/Brno-Lesná. Dort hängt das Herz der Gläubigen an ihrer Kirche. Diese ist nicht vom Abriss bedroht, nein, sie ist gerade erst gebaut worden. Brauchte es wirklich eine neue Kirche? Für Pfarrer Pavel Hověz und seine Mitstreiter gab es keinen Zweifel. Lesná ist eine Plattenbausiedlung, wurde vor 50 Jahren gegründet und zählt heute rund 25.000 Einwohner. Direkt nach der Wende entstand die Idee für eine neue Pfarrei. Zunächst wurde mit finanzieller und "körperlicher" Eigenleistung ein Gemeindezentrum gebaut, in dem auch Gottesdienste gefeiert wurden. Dann wurden die Räumlichkeiten zu eng. Eine Kirche - das war der Traum der Gemeinde. Er ist wahr geworden. Nach vielen Jahren Eigenleistung in Form von Arbeitsleistung und Sammeln von Spenden - so konnte auch das Sozialwerk mehrfach Spenden übergeben - konnte die futuristische Kirche am 1. Mai 2020 ihrer Bestimmung übergeben werden. Die Weihe findet wegen der Corona-Pandemie erst am 12. September 2020 statt.

Noch etwas macht den Kirchenneubau zu etwas Besonderem: Hier wird Schwester Restituta Kafka verehrt, die 1894 nur wenige Kilometer entfernt geboren wurde. Die  Ordensschwester wirkte während der NS-Zeit in einem Wiener Spital in der Krankenpflege, wandte sich gegen die NS-Ideologie, wurde denunziert und blieb in ihrem Glauben standhaft. Am 30. März 1943 wurde sie hingerichtet. Papst Johannes Paul II. sprach sie am 21. Juni 1998 in Wien selig. Die Pfarrei Lesná besitzt auch eine Reliquie der Seligen - ein Geschenk aus Wien. Die Verehrung der Seligen verbindet ihre mährische Heimat und ihren Wirkungs- und Sterbeort Wien. "Es ist nun die erste Kirche in Tschechien, die der seligen Schwester Restituta geweiht ist“, so Pfarrer Hověz.

Der Kirchenneubau beschäftigte die Gemeinde über viele Jahre. Zuschüsse vom Staat und vom Bistum gab es nicht. „Es lag an unserem Einsatz und unserer Kreativität, dass es uns gelungen ist", sagt Pfarrer Hověz. Beeindruckt zeigten sich Msgr. Anton Otte und weitere Vertreter des Sozialwerkes der Ackermann-Gemeinde bei einem Besuch vom regen Gemeindeleben und dem großen Vorhaben "Kirchenneubau". „Dieses Beispiel macht mit seinem Aufbruch Mut für die Zukunft", sagte ein Vorstandsmitglied des Sozialwerks. "Dieses Projekt immer wieder finanziell zu unterstützen, ist uns ein besonderes Anliegen.

Vermächtnis eines Mitglieds stärkt kirchliche Jugendarbeit

Bisweilen wird das Sozialwerk der Ackermann-Gemeinde in Testamenten von Mitgliedern, Freunden oder Förderern als Erbe oder Miterbe eingesetzt. Teils kann das Sozialwerk über das Erbe frei verfügen und nach Situation und Notwendigkeit einen Förderzweck bestimmen, soweit dieser der Vereinssatzung entspricht, teils hat der/die Verstorbene schon zu Lebzeiten im Letzten Willen festgelegt oder seine Hinterbliebenen damit beauftragt, für welche Hilfsprojekte das Sozialwerk den geerbten Betrag zu verwenden hat.

Eine 2018 verstorbene "Münsteranerin", über Jahrzehnte Unterstützerin und Mitglied - auch im Bundesvorstand - der Ackermann-Gemeinde, geboren in der ehemaligen Tschechoslowakei in der Diözese Königgrätz/Hradec Králové und nach dem Krieg aus ihrer Heimat vertrieben, hat in ihrem Letzten Willen verfügt, dass ihre Angehörigen aus ihrem Nachlass v.a. die Jugendarbeit in der Diözese Königgrätz finanziell unterstützen möge. Seither erhält das Sozialwerk immer wieder großzügige Spenden, die an den Königgrätzer Generalvikar weitergeleitet werden. Dieser setzt die Zuwendungen im Sinne der Verstorbenen für die Jugendarbeit ein, z.B. für die Tätigkeit des Jugendzentrums "Vesmír", das die Diözesanjugend an das kirchliche Leben heranführt, sie pastoral betreut und ihnen Freude am Glauben vermittelt (s. Foto).

Malwettbewerb für kirchliche Schulen in Tschechien und der Slowkei

Siegermotiv 2019

Das Sozialwerk steht mit vielen Schulen in kirchlicher Trägerschaft in Tschechien und der Slowakei im Kontakt. So entstand 2016 erstmals die Idee eines Malwettbewerbs. Schülerinnen und Schüler der 5. bis 7. Klassen waren eingeladen, zu einem ausgewählten Thema selbst gemalte Bilder einzusenden. Die Themen waren bisher:

2016: "Aus Fremden werden Freunde"

2017: "Suche Frieden"

2018: "Schöpfung bewahren"

2019: "Die geistigen Wurzeln Europas"

Beim Malwettbewerb 2020 geht es um das Thema

"ALT UND JUNG GEMEINSAM - VERANTWORTUNG DER GENERATIONEN FÜREINANDER".

Das Siegermotiv wird wieder als Postkarte gedruckt und in das Mäppchen der diesjährigen Opens external link in new windowKartenaktion des Sozialwerks im Advent 2020 eingelegt. Die Klasse, aus der das Siegermotiv kommt, erhält 500 € Preisgeld zur Erfüllung eines besonderen Wunsches, der aus dem regulären Schuletat nicht finanziert werden kann. Der 2. Platz ist mit 300 € und der 3. Platz mit 200 € dotiert.

Das Siegermotiv 2019 (siehe Bild) hat Janka Vyletelková, 7. Klasse der kirchl. Grund-/Kunstschule St. Lukas Topolčany (Slowakei) gemalt.

"Mutprobe" im Hochseilgarten

Vom Preisgeld für den 3. Platz erfüllten sich (2017) die Schüler der 6. Klasse der Grundschule Salvator im tschechischen Valašské Meziříčí einen lange gehegten Wunsch. Sie verbrachten einen spannenden Tag in einem Hochseilgarten. Der Tag brachte viel Spaß, verlangte Mut und stärkte das Selbstvertrauen und das Gemeinschaftsgefühl.

Kirchenbänke gesucht .... und gefunden

Pater Karel Janů nimmt Maß: Diese Bänke passen!

Lange hat Pater Karel Janů nach gut erhaltenen Kirchenbänken für die Kirche St. Johannes der Täufer in Dešná/Döschen, in der Diözese Brünn/Brno an der mährisch-österreichischen Grenze gelegen, gesucht und wandte sich mit seinem Anliegen an die Ackermann-Gemeinde. Das Sozialwerk konnte helfen.

Pater Janů ist erst seit wenigen Jahren Priester. Doch er trägt schon seit Jahren hohe Verantwortung. Neben der Kirche St. Johannes der Täufer in Dešná/Döschen verwaltet er noch vier weitere Gemeinden, die im ehemaligen Sudetenland liegen. Trotz seiner vielfältigen Aufgaben ist ihm nicht nur die Evangelisierung seines eigenen Pastoralbereiches ein dringendes Anliegen. Er bemüht sich auch, die Christen diesseits und jenseits der Grenze zusammenzuführen, mit Erfolg! Inzwischen kommen zu den Wallfahrten auch zahlreiche deutschsprachige Pilger.

Der Vorsitzende des Sozialwerks, Msgr. Dieter Olbrich, stellte den Kontakt zur Erzdiözese München und Freising her, die über ein Depot verfügt, das die von verschiedensten Kirchenstiftungen der Erzdiözese zwischengelagerten oder nicht mehr benötigten Utensilien und Objekte für Kirchenausstattungen beherbergt. Dort fand Pater Janů gut erhaltene, für seine Kirche geeigneten Bänke, die er mit Helfern in seine Heimat transportieren konnte. Sie haben inzwischen ihren neuen Platz gefunden.

Die Dominikanerinnen in der Slowakei - Weltoffene Multiplikatoren

Schulung und Fortbildung
Die Kongregation der Dominikanerinnen der seligen Imelda mit Sitz in Pressburg/Bratislava widmet sich aktiv der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und bereitet sie für das Leben in einer veränderten Gesellschaft vor. Mit immensem Einsatz und weltoffenem Herzen trotzen sie mit ihrer Bildungsarbeit nicht nur der Krise des christlichen Glaubens, sondern machen die Jugendlichen stark, negativen Einflüssen wie Extremismus, Radikalisierung oder anderen auf die Jugendlichen einstürmenden Gefahren zu widerstehen.

Erneuerung kirchlichen Lebens
... bedeutet vor allem diejenigen fortzubilden, die in der kirchlichen Jugendarbeit tätig sind. Deshalb unterstützte das Sozialwerk eine Konferenz der Dominikanerinnen, bei der über 60 Priester, Ordensleute und christlich engagierte Laien mit namhaften Referenten über das Thema „Neue Herausforderungen der Jugendpastoral“ diskutierten, ihre Erfahrungen austauschten und nach neuen Wegen für die kirchliche Bildungsarbeit suchten.

(Christliche) Bildung und Wertevermittlung von klein auf

DER BISCHÖFLICHE KINDERGARTEN IN PILSEN/PLZEŇ   ist bislang der einzige kirchliche Kindergarten in dieser Diözese. Christliche Bildung und Wertevermittlung beginnen bereits im Kindesalter. Das Sozialwerk betont diesen Aspekt bei seinen Förderungen in besonderer Weise.

Gelebte Nachbarschaft
Zwischen dem Kindergarten im oberpfälzischen Neumarkt und dem bischöflichen Kindergarten in Pilsen besteht seit  Jahren eine enge Partnerschaft. Von dieser fruchtbaren Zusammenarbeit überzeugten sich bei einem Besuch der ehemalige Pilsener Bischof František Radkovský (li. stehend) und der ehemalige deutsche Botschafter in Prag, Detlef Lingemann (sitzend).

Dominikanerinnen eröffneten bei Bratislava neuen Kindergarten

Kleiner Mann ganz groß .... auch die Kinder helfen bei den Bauarbeiten!

Den DOMINIKANERINNEN IN DER SLOWAKEI gelingt es immer wieder, Spender zu finden und Helfer mit ihrer Energie, Leidenschaft und optimistischen Glaubenseinstellung so zu „infizieren“, dass Eltern und sogar die Kinder selbst Hand anlegen und zu Farbtopf oder Schaufel greifen, um das anvisierte Ziel rasch zu erreichen.

So geschah es in Dunajská Lužná, einer 1974 neu gegründeten Gemeinde bei Bratislava/Preßburg, deren Einwohnerzahl rasant wächst. Junge Familien ziehen hierher, um in der nahen Hauptstadt Arbeit zu finden. Die vorhandenen Kindergartenplätze reichen nicht aus und gerade gläubige Eltern wünschen sich eine christliche Erziehung ihrer Kinder.

Kindergarten einweihen macht Spaß! Begeistert beteiligen sich die Kleinen

Also haben die Dominikanerinnen wieder ein Projekt in Angriff genommen: die Errichtung eines neuen Kindergartens. Gemeinde und Staat finanzieren künftig Gehälter und Betrieb, für die Gebäudeausstattung sind die Schwestern selbst verantwortlich. Pfarrei, Eltern und Freiwillige halfen während der Bauzeit finanziell wie handwerklich eifrig mit. Kinder reinigten alte Ziegel, Eltern verputzten Wände, die einen lackierten alte Stühle neu, andere spendeten Kleister und Farbe, ein Unternehmen den Gartenzaun, wieder andere brachten Spielzeug, Bücher und Medien herbei.

Das Sozialwerk hat, um noch bestehende Finanzlücken zu verkleinern, einen größeren Betrag zur Verfügung gestellt. Und nun ist das Unvorstellbare – die Schwestern nennen es „Wunder“ – gelungen! Seit der Einsegnung am 1. September 2013 läuft nun der Betrieb mit zunächst 45 Kindern.

Unser Dank gilt all unseren Freunden und Förderern: Mit Ihrer Hilfe konnten wir helfen.

Soziales Engagement von Jugendlichen fördern

Gemeinsam Gutes tun ...

Der Jugendverband "Pontes" mit Sitz in Prag hat sich etwas ganz Besonderes zur Aufgabe gemacht: Er ruft tschechische Jugendliche alljährlich in den Sommerferien dazu auf, sich für die Gesellschaft zu engagieren und einen speziellen "Sommerjob" anzunehmen: Die Jugendlichen helfen bei Arbeiten in einer jährlich neu ausgewählten Gemeinde, nehmen kleine Renovierungsaufgaben in Angriff, helfen Senioren beim Holz hacken, beim Streichen des Gartenzaunes oder der Fenster, erledigen Gartenarbeiten und verrichten vielfältige andere Dienste. Für Ausgleich sorgt ein geselliges Rahmenprogramm, das Jung und Alt, die Bewohner des jeweiligen Ortes und die helfenden Jugendlichen einander näher bringt.
All dies zu organisieren und vor allem auch zu finanzieren ist nicht leicht.

Das Sozialwerk bedient hier auch die soziale Komponente seines Vereinszwecks und unterstützt diese Projekte immer wieder gerne.

Gemeinde St. Antonius von Padua in Liberec-Ruprechtice/Reichenberg-Ruppersdorf brauchte Hilfe

Eile ist geboten, bevor die Feuchtigkeit noch größere Schäden anrichtet

Der Pfarrbezirk Liberec-Ruprechtice/Reichenberg-Ruppersdorf in der Diözese Litoměřice/Leitmeritz mit der Kirche St. Antonius von Padua war in Not. Drei Renovierungsetappen mussten bewältigt werden: Klostergebäude, Pfarrzentrum und Gästehaus mussten dringend renoviert werden, einerseits, um noch größere Schäden zu vermeiden, andererseits um Räumlichkeiten für Begegnungen zur Verfügung zu haben, denn in der Gemeinde findet ein reges Pfarrleben statt. Um das Gesamtprojekt kümmerten sich die Franziskaner, die schon seit vielen Jahrhunderten im Bezirk Liberec/Reichenberg wirken und nun in Absprache mit dem Leitmeritzer Bischof Jan Baxant die Verwaltung dieser Pfarrei übernommen haben.

Menschen brauchen Räume - deshalb hat das Sozialwerk dieses Vorhaben finanziell unterstützt.

Unterstützung für Nationales Jugendtreffen in Ružomberok/Rosenberg (Slowakei)

Vom 26.-28. Juli 2013, also parallel zum Weltjugendtag in Rio de Janeiro, fand in Ružomberok/Rosenberg in der Slowakei das große Nationale Jugendtreffen "R13" statt. Die Einladung richtete sich vor allem an Jugendliche, die aus finanziellen oder anderen Gründen nicht in der Lage waren, nach Rio de Janeiro zu pilgern. Diesen jungen Menschen sollte geholfen werden, eine große gesamtslowakische Gemeinschaft und zugleich auch die Einigkeit mit der Weltkirche zu erleben und zumindest eine geistige Brücke nach Rio de Janeiro herzustellen.

Im Namen des Erzbischofs und Metropoliten von Bratislava/Preßburg, Mons. Stanislav Zvolenský, hatte sich der Vorsitzende des Rates für Jugend und Universitäten der Slowakischen Bischofskonferenz und Diözesanbischof von Žilina (Slowakei), Mons. Tomáš Galis, mit der Bitte um eine Förderung an das Sozialwerk gewandt. Das Sozialwerk war gerne bereit, eine bescheidene Unterstützung zur Verfügung zu stellen. Sie entsprach etwa der Höhe von fünfzig Teilnehmerbeiträgen für das Jugendtreffen.

Wieder erfolgreiche Bibelausstellung

Die Gesellschaft der Freunde der tschechischen Bibel (Společnost přátel České Bible) in Prag hat ihre erfolgreiche Arbeit fortgeführt und im Jahr 2012 unter dem Titel "Die Tschechische Bibel im Laufe der Jahrhunderte"  wieder eine große Bibelausstellung organisiert.
Die Ausstellung, die schon durch viele europäische Länder gereist ist, fand diesmal mit großem Erfolg in Zittau statt. Besonders angesprochen werden soll junges Publikum, insbesondere Schüler und Schulklassen.

Das Sozialwerk konnte erneut einen kleinen Beitrag zur Verwirklichung des Vorhabens leisten.

Siehe auch weiter unten "Bibel wird zum Bestseller und interessanten Ausstellungsobjekt".

Hilfe für den Hospiz-Bürgerverein Duha (Regenbogen) in Hořice (Tschechien)

Kummer und Sorgen für ein paar Stunden vergessen: Patienten und Angehörige feiern gemeinsam und tauschen Gedanken aus - auch das gehört zur Hospizarbeit!

Den Grundstein des Hospiz-Bürgervereins Duha/Regenbogen in Hořice hat im März 2009 der ehemalige Bischof von Hradec Králové/Königgrätz und jetzige Erzbischof von Prag, Dominik Kardinal Duka gelegt. Seither haben hauptamtliche Ärzte, Krankenschwestern und Sozialfürsorger mit vielen freiwilligen Helfen ein weit verzweigtes Netzwerk gesponnen. Mit Beiträgen von Sponsoren wurde eine nichtstaatliche Einrichtung gegründet, die vielerlei Projekte umfasst und koordiniert: komplexe palliative heimische Pflege, Ausleihe von Sanitäts- und Entlastungshilfsmitteln, Krankenbesuche, Krankentransporte u.v.a. Doch überall fehlt es an ausreichend finanziellen Möglichkeiten. Was aber auch und ganz besonders wichtig ist: Die Gesellschaft muss hinreichend dafür sensibilisiert werden, dass - wie uns MUDr. Pavel Sieber, der Vorsitzende des Vereins geschrieben hat - "das Menschenleben seinen Sinn hat und bis zu seinem Ende selbst vollwertig gelebt werden kann, dass der Mensch im 21. Jahrhundert nicht mit Schmerzen und hinter Paraventen in Krankenhäusern und Anstalten sterben muss, sondern unter menschenwürdigen Bedingungen, in der heimischen Umgebung und im Beisein der Nahestehenden, nicht unter psychischen Problemen leidend und nicht allein in seiner Krankheit."

Finanzielle Mittel sind nötig für die Hospiz-Hauspflege, für die Gehälter des hauptamtlich tätigen Personals, für die Entfeuchtung eines Bauobjektes und für ein Krankentransportfahrzeug, um nur einige Problemfelder zu nennen. Dafür stellte das Sozialwerk eine finanzielle Unterstützung zur Verfügung.

Eine besondere Schulpartnerschaft - Kaufbeuren und Jablonec n.N.

Eine außergewöhnlich intensive Partnerschaft hat sich zwischen Kaufbeuren, dem dortigen Jakob-Brucker-Gymnasium und der Stadt Jablonec nad Nisou/Gablonz an der Neisse entwickelt. Federführend ist hier der Verein zur Pflege von Wissenschaft und Kultur am Jakob-Brucker-Gymnasium Kaufbeuren tätig. Erstmals konnte das Sozialwerk die Aktivitäten dieses Vereins im Jahr 2011 unterstützen, als ein großer Workshop, eine "deutsch-tschechische Geschichtswerkstatt" durchgeführt wurde. Bei diesem dreitägigen Treffen von deutschen und tschechischen Schülern, Lehrern und Wissenschaftlern hat man sich in Jablonec n.N. intensiv mit einem Stück realer Historie, aber auch mit der Gegenwart und den aktuellen Beziehungen zum EU-Nachbarn auseinandergesetzt.

Seither arbeiten alle Beteiligten nach Kräften daran, die Versöhnung zwischen Alt- und Neugablonzern weiter voran zu treiben. Ausdruck dieser Arbeit sind z.B. Publikationen (s. Foto), die die einzelnen Projekte belegen, im Jahr 2013 aber auch eine Ausstellung "Kaufbeurer Schülerinnen und Schüler erleben Jablonec gestern und heute", zu der eine zweisprachig deutsch-tschechische Begleitbroschüre herausgegeben wurde. Die Schülerinnen und Schüler der Partnerschulen wollen sich auch in Zukunft mit dem Thema "deutsch-tschechische Beziehungen" und v.a. dem Abbau von Vorurteilen auseinandersetzen.

Union christlicher Pädagogen: Für christliche Prägung im Unterricht

2010: Die Union christlicher Pädagogen feiert ihr 20-jähriges Bestehen

Bereits ein Jahr nach der Wende, im Jahr 1990, wurde die Union christlicher Pädagogen in der Tschechischen Republik (Unie křesťanských pedagogů České Republiky) in Prag gegründet. Seither war die finanzielle und ideelle Förderung dieser Einrichtung eines der Anliegen des Sozialwerks.

Die Union christlicher Pädagogen gestaltet jährliche Lehrerakademien insbesondere für Pädagogen an Schulen in kirchlicher Trägerschaft. Die Veranstaltungen sind aber ebenso offen für alle, die sich für die Ziele dieser Einrichtung interessieren oder anderweitig im Bildungsbereich tätig sind. Überwiegend jedoch beschäftigen sich die Veranstaltungen mit religiösen und christlichen Themen, denn nur christlich orientierte Lehrkräfte können ihren Schülerinnen und Schülern im Kindes- und Jugendalter christliche Werte vermitteln.

Kollekte beim Bundestreffen der Ackermann-Gemeinde 2012 in Bautzen für die Arbeit der Salesianer in Jiříkov/Georgswalde und Rumburk/Rumburg

Jugendarbeit der Salesianer - Dreikönigssingen in Jiříkov/Georgswalde

Die erfreuliche Summe von 748,44 EUR erbrachte die Kollekte beim Abschlussgottesdienst des Bundestreffens der Ackermann-Gemeinde im August 2012 in Bautzen.

Der Betrag kam der pastoralen Arbeit der Salesianer in Rumburk/Rumburg und in Jiříkov/Georgswalde in der Diözese Litoměřice/Leitmeritz zugute. Pater Jozef Kujan freute sich über die Unterstützung, denn im letzten Jahr kam es zu einer Umstrukturierung der Kinderarbeit, die doch ein großes Loch in die Finanzen gerissen hat. "Den Kindern kommt das sehr gelegen. So versuchen wir unter den gegebenen Bedingungen unseren Auftrag zu erfüllen" schrieb er in seinem Brief und fügte u.a. dieses Foto (li.) bei.

Herzlichen Dank allen Spendern in Bautzen!

Baufortschritt: Griech.-kath. Pastoralzentrum Humenné (Slowakei)

Weitere Intensivierung des Pfarrlebens im neuen Pastoralzentrum geplant

Mit einem dringenden Hilferuf hat sich Pater Martin Zlacký, der Pfarrer von Humenné, an das Sozialwerk gewandt ... und der Erzbischof und Metropolit von Prešov (Slowakei), Dr. Ján Babjak SJ, unterstützte das Anliegen des Pfarrers, ein neues Pastoralzentrum für die aktive Gemeinde zu errichten.

Die Pfarrei Humenné ist mit fast sechstausend Gläubigen die größte griechisch-katholische Gemeinde in der Slowakei. Regelmäßig nehmen gut dreißig Prozent der Bevölkerung am religiösen Leben teil. In der Pfarrkirche finden täglich zwei und an Sonn- und Feiertagen vier Gottesdienste statt. Hinzu kommen Eucharistiefeiern in zwei Krankenhäusern, zwei Altenheimen, einem Hospiz und einem Gymnasium. Unterstützt wird der Pfarrer von zwei Ruhestandspriestern und einem Kaplan, denn alleine könnte er - wie z.B. im Jahr 2011 - 51 Taufen, 19 Trauungen und 41 Beerdigungen und dazu noch den Religionsunterricht an insgeamt 10 verschiedenen Schulen nicht bewältigen. Es gibt regelmäßig zwei Pastoralstunden pro Woche für Kinder und Jugendliche mit jeweils gut 50 Teilnehmern und einen Jugendchor mit 25 Mitgliedern.

Dem Sozialwerk ist es ein dringendes Bedürfnis, solche hoffnungsvollen Beispiele gemeindlichen Lebens zu fördern und hat deshalb den Weiterbau des Pastoralzentrums finanziell unterstützt. 

Hilfe für die Grundschule der Jesuiten in Děčín-Křešice

Gut gestärkt lernt es sich besser...

Die Böhmische Provinz der Gesellschaft Jesu hatte 2009 in Děčín-Křešice eine vierjährige christliche Grundschule für begabte, aber sozial, rassisch oder gesundheitlich benachteiligte Kinder gegründet, um ihnen Zutritt zu guter Bildung zu ermöglichen. Für die Schülerinnen und Schüler ist ein Ganztagesprogramm vorbereitet, nachmittags erarbeiten sie in Gruppen ihre Hausaufgaben und besuchen verschiedene Interessenkreise. Für die weitere Entwicklung der Schule hatte die Ordensprovinz ein Ausbauprojekt mit einer Kapazität von 120 Schülern erarbeiten lassen, wofür jedoch noch dringend finanzielle Mittel benötigt waren, damit das Projekt nicht "Zukunftsmusik" bleibt.

Die Bautätigkeiten haben jedoch die finanziellen Reserven der Jesuiten erschöpft, so dass sie das Sozialwerk um Hilfe bei der Erweiterung der Kücheneinrichtung gebeten haben. Es waren Herde, Waschbecken und andere Gerätschaften nötig. Das Sozialwerk konnte helfen und hat die Kosten für die Anschaffung einer großen Geschirrspülmaschine übernommen. Inzwischen ist sie eingebaut. Pater Provinzial František Hylmar SJ hat uns einige Fotos geschickt, die die Freude über die neue Küchenausstattung zum Ausdruck bringen.

Kreuz der Versöhnung in Zákupy/Reichstadt (Nordböhmen)

Dreifaltigkeitssäule
Kreuzweihe

Bis zur Vertreibung der deutschen Bevölkerung 1945/46 lebten in der Stadt Zákupy/Reichstadt in Nordböhmen über 600 Jahre lang eine deutsche Mehrheit und eine tschechische Minderheit friedlich zusammen. Der geschichtsträchtige Ort - bekannt durch Napoleon II., "König von Rom und Herzog von Reichstadt" - hat sich im Jahr 1990 wieder seinen ehemaligen deutschen Bürgern geöffnet. Die Stadtvertretung begrüßt es, dass sich die Vertriebenen alljährlich in Zákupy treffen. Sie wohnen dann in verschiedenen tschechischen Familien, so dass bald Vertrauen, Verständnis, ja Freundschaften entstanden.

2006 gelang es ehemaligen deutschen Bürgern von Reichstadt auf Initiative von Bernhard Kirschner, Düsseldorf, mit Unterstützung des Sozialwerks der Ackermann-Gemeinde, des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, der tschechischen und ehemals deutschen Bevölkerung, der Stadtvertretung und privater Sponsoren, die berühmte Dreifaltigkeitssäule am Marktplatz vollständig zu sanieren (Foto). Nach und nach werden auch weitere, kleinere Denkmäler restauriert. 2012 wurde im Rahmen des alljährlichen Stadtfestes das "Kreuz der Versöhnung" eingeweiht, das nun auf der erneuerten Steinbrücke bei der Kapelle der Hl. Anna steht. Es stellt einen weiteren sichtbaren Ausdruck der Verbundenheit zwischen den tschechischen und ehemaligen deutschen Bürgern der Stadt dar. Die Aufschrift auf dem Kreuz ist tschechisch und deutsch: "Bůh nás spojuje"" - "Gott verbindet uns".

Das Sozialwerk unterstützte auch dieses Projekt mit einer bescheidenen finanziellen Hilfe.

Sozialwerk unterstützt Caritasarbeit in Šluknov/Schluckenau (Nordböhmen)

Das Caritashaus in Šluknov/Schluckenau

Lange hat es gedauert ... was zunächst auf Pfarrebene provisorisch gewachsen war, konnte mit der Gründung der Regionalcaritas Šluknov/Schluckenau im Juni 2011 auf "offizielle Beine" gestellt werden. Im so genannten "Schluckenauer Zipfel" herrschen, wie fast überall in Nordböhmen und insbesondere in der Diözese Leitmeritz, unübersehbare Probleme mit sozial benachteiligten Minderheiten. Hilfe war und ist dringend nötig. Im Januar 2012 konnte - auch Dank zahlreicher, großzügiger Spenden aus Deutschland - ein Haus von der Stadt erworben und die Zulassung und Registrierung der Caritasstelle erwirkt werden, deren Leitung Frau Dr. Eva Habel übernommen hat. Seither laufen fortwährend umfangreiche Renovierungsarbeiten, damit die jetzt bestehende Kleiderkammer ausgebaut und Kinder und ihre Familien aus sozial benachteiligten Schichten, vor allem der Roma-Minderheit, in Spiel-, Mal-, Bastel-, Koch- und vor allem Lerngruppen intensiv betreut werden können. Auch eine große Ministrantenschar hat sich inzwischen zusammengefunden.

Als die Corona-Pandemie ausbrach und keine Mund-Nasen-Masken zu bekommen waren, organisierte die Regionalcaritas eine "Näh-Aktion". Bis Ostern wurden 8.000 Masken produziert, die teilweise sogar nach Görlitz geliefert wurden. Im Gegenzug versorgten die Görlitzer Malteser die Regionalcaritas mit Stoffen.
Auch die Bundesgeschäftsstelle der Ackermann-Gemeinde erhielt ein Geschenkpaket mit Masken - das ist gelebte deutsch-tschechische Nachbarschaft!

... gemeinsam Freizeit sinnvoll gestalten

Das Sozialwerk begleitet bis heute die Weiterentwicklung dieser Regionalcaritas, stellte eine Anschubfinanzierung zur Verfügung, initiierte Kollekten bei verschiedenen Anlässen und hat ein so genanntes "Projektkonto" eingerichtet, auf das Spenden für diesen Zweck überwiesen werden können, die dann an die Regionalcaritas Schluckenau weitergeleitet werden:

Sozialwerk der Ackermann-Gemeinde, LIGA München

IBAN: DE05 7509 0300 0002 1222 00, BIC: GENODEF1M05, Kennwort "Sozialarbeit Dr. Habel".

Spezialcomputer für sehbehinderte Ordensschwester

Das Sozialwerk konnte zur Anschaffung eines Spezialcomputers für eine stark sehbehinderte Ordensschwester einen Zuschuss geben. Die Äbtissin des neu gegründeten Klarissenklosters in Brno-Soběšice (Tschechien) - übrigens die einzige Deutsche des zwölfköpfigen Konvents - hatte um Hilfe beim Kauf dieses Computers gebeten, auf dem eine fast blinde Mitschwester neben anderen Aufgaben auch die Buchhaltung erledigt. Wir wünschen Sr. Agnes viel Freude mit dem neuen PC!

Restaurierung einer Marienstatue war Großereignis in Kroměříž/Kremsier (Tschechien)

Erzbischof Graubner weiht die restaurierte Marienstatue
Die Statue wird auf das Dach gehoben

Das Dach der Kapelle des Erzbischöflichen Gymnasiums in Kroměříž/Kremsier, Erzdiözese Olomouc/Olmütz, "zierte" eine Statue der Muttergottes… "zierte" in Anführungszeichen, denn sie war, nachdem sich während der kommunistischen Ära niemand um sie gekümmert hatte, in einem derart maroden Zustand, dass Teile auf die Vorübergehenden zu stürzen drohten. So bat Pater Jan Polák das Sozialwerk um Hilfe, „weil es sich nicht nur um ein religiöses Symbol handelt, sondern auch um einen Teil des Panoramas von Kremsier“. Gleichzeitig wurde ein Verein für die Rettung der Statue gegründet, dem es gelang, einen nicht unerheblichen Teil der Kosten mit Hilfe der Bürger der Stadt und ihrer Umgebung zu decken. „Die Statue“, so schrieb Erzbischof Mons. Jan Graubner unterstützend, „stellt ein Anliegen der ganzen Erzdiözese Olmütz und ein geistliches Bindeglied (…) in dieser Stadt dar. Auch die Tatsache, dass sich die Skulptur in dem Denkmalschutzgebiet befindet, das den historischen Stadtkern von Kroměříž bildet, sprach für eine Förderung.

Das Sozialwerk hat das Projekt gerne finanziell unterstützt.

Die Entscheidung war richtig, denn die Weihe der neuen Statue durch Erzbischof Graubner „war ein Ereignis nicht nur für die Schule, sondern für die ganze Stadt“ berichtet Pater Polák. So wurde ein zunächst bauliches Vorhaben zu einem beachtlichen, eindrucksvollen Ereignis der Begegnung, zu einer Sache der ganzen Stadt und ihrer Region.

Bibel wird zum Bestseller und Ausstellungsobjekt

Bibel entwickelt sich in Tschechien zum Bestseller 

Wie Pressestimmen melden, hat die Bibel Chancen, sich in der Tschechischen Republik zum Bestseller zu entwickeln. Jaroslav Cisár vom Lesermagazin „Grand Biblio“ spricht von einem „phänomenalen Geschäftserfolg“.

Diese Meldung freut uns umso mehr, hat doch das Sozialwerk der „Gesellschaft der Freunde der tschechischen Bibel“ (Společnost přátel české bible o.s.) mit Sitz in Prag für die Durchführung von Ausstellungen unter dem Titel „Die tschechische Bibel im Laufe der Jahrhunderte“ eine finanzielle Unterstützung zur Verfügung stellen können.

Die Ausstellung, die schon an 29 Orten – u.a. in Italien, Belgien, Polen, Ungarn und der Slowakei - von über 180.000 Besuchern gesehen wurde, soll das Interesse an der Bibel, an Gottes Wort und seiner Botschaft für die Menschen wecken. Besonderen Anklang findet sie bei Kindern und Jugendlichen, denn die Exponate werden in unterschiedlichsten Formen präsentiert, handschriftlich, gedruckt, auf digitalen Trägern, mit digitalisierten Auszügen aus kostbaren Schriften und Werken gegenwärtiger Künstler u.v.a.m. In der Tschechischen Republik wurde die Ausstellung, die die Geschichte der tschechischen Bibel vom neunten Jahrhundert bis zur Gegenwart darstellt, u.a. in Prag im Senat des Parlaments und in der Galerie der Karlsuniversität gezeigt.    

Soziale Hilfen

In Petrovany, Nähe Prešov in der Slowakei, haben die Dominikanerinnen im Jahr 2008 ein Haus in Betrieb genommen, in dem sie ca. 20 behinderte und alte Menschen betreuen, die der ganztägigen Fürsorge bedürfen. Der Staat finanziert dieses Haus des Hl. Dominicus nur zum Teil, ein weiterer Teil wird von Beiträgen der Betreuten gedeckt. Um die Finanzierung z.B. der Warmwasserversorgung und Heizung müssen sich die Dominikanerinnen aber selbst kümmern. Nach und nach wurden - soweit Mittel zur Verfügung standen - im Jahr 2012 auch die Fenster erneuert und 2015 ein Lift eingebaut, um den Heimbewohnern mehr Mobilität zu ermöglichen. Nun geht es Jahr für Jahr um die Aufbringung von Mitteln für die laufenden Kosten.

Dank der Spenden unserer Freunde und Förderer konnte das Sozialwerk bei der Finanzierung dieser Baumaßnahmen helfen.

Literaturhilfen

 

 

Auf Antrag stellt das Sozialwerk Priestern in der Tschechischen und der Slowakischen Republik, die die deutsche Sprache beherrschen, ein unbefristetes Abonnement der Predigthilfen "Gottes Wort im Kirchenjahr" zur Verfügung. Das Periodikum dient den Geistlichen als wichtige Anregung für die Vorbereitung von Predigten, (Wort-)Gottesdiensten, Andachten u.a., insbesondere, wenn sie in deutscher Sprache zelebrieren wollen.